Zur eigenen Orientierung

Die folgenden Gedanken sind nicht als Regeln gemeint, sondern als Orientierung. Sie sind aus vielen Jahren praktischer Erfahrung entstanden.

Begegne einem Behandler auf Augenhöhe. Weder Unterwerfung noch Idealisierung sind hilfreich.

Vertrauen ist wichtig – aber es darf wachsen. Druck, Dringlichkeit oder exklusive Heilsversprechen sind kein gutes Zeichen.

Niemand kann jedem helfen. Wer anderes behauptet, überschreitet eine Grenze.

Klare Information, Transparenz über Vorgehen und Kosten sowie die Möglichkeit, in Ruhe zu entscheiden, gehören zu einer seriösen Begleitung.

Titel, Bezeichnungen und spirituelle Zuschreibungen sagen wenig über die Qualität einer Arbeit aus. Wesentlich ist nicht, wie etwas genannt wird, sondern wie es wirkt.

Wahre Klarheit zeigt sich meist leise: in Präsenz, Bescheidenheit und innerer Stimmigkeit – nicht in Selbstdarstellung.

Heilversprechen sind weder verantwortungsvoll noch zulässig. Jeder Prozess bleibt individuell.

Vertraue deiner Wahrnehmung. Wenn etwas sich unstimmig anfühlt, ist Abstand eine Form von Selbstachtung.